Integration
A. Initiativen der Bayerischen Landesschule für Körperbehinderte
Im Sommer 2004 wurde der Integrationsverein „Ans Werk“ der Bayerischen Landesschule für Körperbehinderte e.V. gegründet und verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.
Zweck des Vereins ist die Förderung der Integration von Menschen mit Behinderung in allen Bereichen des sozialen Lebens, insbesondere fördert er die berufliche Aus- und Fortbildung sowie die Eingliederung von Menschen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt.
Den Vorsitz führen Herr Direktor B. Mehler, Herr Dr. J. Hanreich und Frau A. Eichhammer. Zusammen mit 5 Beiräten werden regelmäßig in intensiven Arbeitskreisen die Projekte des Vereins besprochen.
Seit 3 Jahren bewirtschaftet der Verein das Cafe o.k. im Hallenbad Riemerling, um für Menschen mit Behinderung Arbeitsplätze im Gastrogewerbe zu schaffen. Dort können in geschützter Atmosphäre und unter pädagogischer Leitung laufend Schülerinnen und Schüler der Werkstufe ein Praktikum in den Bereichen Küche und Service absolvieren. Im Fokus sind weitere Arbeitsplätze in Einzelhandelsläden und in Kanzleien.
Ans Werk unterstützt die gemeinnützige Firma IT-Enable, die u.a. einen digitalen Schreibservice anbietet.
Integration und Lebenslanges Lernen stehen im Mittelpunkt aller Aktivitäten und deshalb wurde im Frühjahr 2007 die
Fortbildungsakademie des Integrationsvereins Ans Werk gegründet.
Der 1. Aufbaukurs „Computer“ für Menschen mit Behinderung fand bereits erfolgreich statt.
Damit diese Möglichkeit der Weiterbildung weiter existieren kann, bitten wir alle Eltern, diese Möglichkeiten auszuschöpfen und keine Mühe zu scheuen - der Kostenbeitrag ist geringfügig – und ihren Kindern Chancen des Lebenslangen Lernens anzubieten. Jedes Zertifikat spornt an.
B. Treffpunkt Wohnwerk München
Frau Sabina Schnick ist die engagierte Geschäftsführerin dieses Vereins und setzt Ausbildung, Arbeit, Wohnen primär für Menschen mit geistiger Behinderung in den Mittelpunkt ihrer Aktivitäten. Die neue Adresse für Beratung, Information und Gespräche im Rahmen eines bezaubernden Cafés ist der Schäringerplatz 13 in München-Neuhausen.
Dieses Café dient gleichermaßen der Nachbarschaftshilfe und der Altenbetreuung in einer Gewofag-Anlage. Dort können Schülerinnen und Schüler der Werkstufe ein Praktikum im Café-Betrieb als auch für Dienstleistungen rund um Hausmeistertätigkeiten absolvieren.
Der Verein hat einen Kooperationsvertrag mit der WfmB-Humboldtstraße (Caritas) für ein Duales Ausbildungssystem für hauswirtschaftliche Techniken geschlossen. ‚Als Grundlage gilt der Handlungsleitfaden des Projektes Chance 24. Die Bayerische Landesschule wird sich mit einer berufsschulbegleitenden Maßnahme beteiligen.
Mehr Informationen und Kontaktdaten im Internet: www.wohnwerk-muenchen.de
C. Was ist die Chance 24?
Im Projekt Chance 24 werden Menschen mit einer geistigen Behinderung in einer zweijährigen Qualifizierung auf die Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt vorbereitet. Die Qualifizierung erfolgt anhand von Qualifizierungsbausteinen nach § 69 Berufsbildungsgesetz und schließt mit einem Zertifikat der Handelskammer ab. Sie ist dual angelegt; die TeilnehmerInnen werden in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes geschult und erhalten den theoretischen Unterricht in der Berufsschule und im Blockunterricht in der Werkstatt. Das Modellprojekt wurde von vier Hamburger Werkstätten initiiert und durchgezogen.
Quelle: www.aktionbildung.de
D. Kommentar Elternbeirat:
Absolventen der Werkstufen mit einer geistigen oder Mehrfachbehinderung sollten auf jeden Fall eine Werkstattempfehlung erhalten. Die Arbeitsplatzassistenz für diese Menschen ist in München und Umland noch kaum strukturiert und das Bestreben der Arbeitsagentur für Arbeit, dennoch keine Werkstattempfehlung auszusprechen kann fatal für die Betroffenen enden.
E. Vif, Vereinigung Integrationsförderung e.V.
Dieser Verein sorgt für eine Arbeitsplatzassistenz und alle begleitenden Maßnahmen für Menschen mit einer körperlichen Behinderung.
Mehr Infos über www.vif-selbstbestimmt-leben.de
Ansprechpartner für den Berufsbegleitenden Dienst IFD ist Jörg Nitschke, Tel. 089-202 54 65
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